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LEBEN,  NATÜRLICH

Nachhaltig natürlich LEBEN

Nachhaltig leben heißt für mich natürlich LEBEN – mit der Natur LEBEN. Nachhaltigkeit ist leider ein sehr abgenütztes Wort und jede Marketingabteilung schlachtet dieses Thema aus bis die Aktionäre zufrieden sind. Ich bin gesättigt von schwer nachvollziehbaren Argumenten der angeblichen Nachhaltigkeit. Schließlich produziert jeder Gewinnmaximierer nachhaltig am anderen Ende der Welt. Und nur von gelber Möwe auf Grün statt Rot wird die Luft nicht besser und der Müll nicht weniger auf unserem Planeten. Von dem wir aktuell nur einen lebenswerten haben.

 

Der Begriff der Nachhaltigkeit wurde vor über 300 Jahren schon von Hans Carl von Carlowitz im Sinne der Forstwirtschaft ins Leben gerufen. Nachzulesen in dem von ihm verfasstem Buch „Anweisung zur Wilden Baum-Zucht“. So neu ist diese Sache nicht aber aktueller denn je. Auswirkungen sind bereits mehr als sichtbar. Klimakatastrophen wechseln sich ab mit Epidemien bei der Massenproduktion von Nahrungsmitteln. Glyphosat nachgewiesen in den Flüssen ist mein momentaner Höhepunkt von nicht nachhaltiger Lebensweise.

 

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Natürlich LEBEN sehe ich realistisch in dem ich trotzdem mit einem Vebrennungsmotor zum Arbeitsort pendle, ein unentbehrliches Stück der Begierde auch mal aus Übersee kommen kann und Reisen in ferne Länder auch mit Flugzeug antrete. Sehr zu schätzen weiß ich das biologisch angebaute Gemüse und das unbehandelte Obst aus der Landwirtschaft meiner Eltern. Wichtig erscheint mir immer wieder hinzuschauen und den Umgang mit den Themen Umweltschutz, Achtung vor Lebewesen und deren natürlicher Lebensraum sowie biologische Lebensmittel täglich zu verbessern jedoch das LEBEN nicht zu vergessen.

 

„Jeder Mensch hat die Chance, zumindest einen Teil der Welt zu verbessern, nämlich sich selbst.“ Paul Anton de Lagarde

 

Zufällig bin ich auf die Blogparade zum Thema Nachhaltigkeit von Lisa und ihrem Blog Glücksmädl aufmerksam geworden. Im gleichen Moment formten sich schon meine Gedanken. Welches Glück, es ist genau mein Thema. Meine Motivation für meinen Blog angeliquelivingantik ist der Nische eine Stimme zu geben – die Masse an Konsumnötiger ist ohnehin viel zu Laut für meine Welt.

 

Nachhaltig Leben bedeutet für mich auch Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung über das eigene Wirken. Ja, wir Konsumenten haben es in der Hand welche Produkte und wie viele davon wo produziert werden. Entscheidet euch für die Natur. Die Natur als Ursprung allen Lebens gilt es die maximale Aufmerksamkeit zu geben.

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Lifehacks aus meinem LEBEN

 

Apfelsaft aus dem eignen Garten

Aktuell sind in meinem Keller 50 Liter frisch gepresster Apfel/Birnensaft und 50 Liter „Most“ – zum Most vergärt der Saft in etwa bis Weihnachten. Zusätzlich sind noch ca. 30 Liter Essig (entsteht aus Saft oder Most mit Hilfe einer „Essigmutter“) gelagert. Jeweils in einem Edelstahlfass. Das Obst entstammt aus der Streuobstwiese meiner Eltern. Gepresst mit Muskelkraft, heuer von meinem Vater. Ohne Zusätze haltbar bis nächstes Jahr. Es ist ein bisschen mit Arbeit verbunden, allerdings hält sich das mit einem gemütlichen 1/2 Tag für diese Menge in Grenzen. Mit Freunden zusammen eine größere Menge herzustellen ist ein sinnvolles, geselliges Miteinander in der Natur – damit kann man gerne einmal einen Samstag seiner Freizeit verbringen.
Nicht zu vergessen, dass ich bei dieser kleinen Aktivität ca. 4 kg Plastik an Verpackung gespart haben. Die Chance dieser imaginären Getränkeflaschen in den Weltmeeren zu Landen besteht in diesem Fall nicht.

 

Anbauflächen nützen

Die eigenen Möglichkeiten des Anbauens von Gemüse und Obst nutzten. Derzeit ist mein eigener Garten noch in Planung, jedoch habe ich schon eine Vielzahl an Beerensträucher eingepflanzt. Weil ich es liebe durch den Garten zu schlendern und dort und da zu naschen. Beerensträucher sind wirklich fast keine Arbeit und versorgen mich eine lange Zeit im Jahr mit Köstlichkeiten. (Erdbeeren, Himbeeren, Gojibeeren, Aroniabeeren, Maibeeren, Heidelbeeren, Brombeeren, Ribisel oder Johannesbeeren) Habe ich einmal keine Zeit für die Ernte freuen sich die leider ebenfalls gefährdeten Vögel im Garten. Da bin ich großzügig.

Tomaten in Kübeln funktionieren Bestens, ohne viel Aufwand. Auch auf meinem Balkongarten in der Wohnung hatte ich in den Blumenkästen, Pflücksalat, Kapuzinerkresse, Pfefferminze, Stangenbohnen als Sichtschutz. Überraschende Gäste konnte ich zumindest Salat vom Balkon anbieten – ich fand´s eine lustige Geschichte.

Anstatt dem japanischen Ahorn einen Apfelbaum und statt der Balkonblumen Salat anpflanzen – ungewöhnlich aber möglich. Nützt die zur Verfügung stehenden Flächen sinnvoll, im Sinne von essbar aus. In jedem Garten oder auf jedem Balkon ist ein Anbau möglich.

 

Lebensmittel

Lebensmittel versuche ich direkt vom Erzeuger in biologischer Qualität und in großen Mengen zu kaufen. 10 Liter Olivenöl von der Presse oder 10 kg Nudeln direkt vom Werk machen den Einkauf spannend. Für die täglich benötigten Lebensmittel fehlt mir leider oft die Zeit bzw. möchte ich im Moment nicht so viel Zeit dafür verwenden. Im Supermarkt greife ich nach regionalen und saisonalen Produkten in biologischer Qualität. Die Versuchung im Supermarkt bei dem enorm gut platziertem Angebot ist groß – doch Erdbeeren im Winter gibt´s bei mir nicht. Regionale Bauernläden sind eine gute Alternative, weil hier auch ein vielfältiges Angebot an einem Ort geboten wird. Wünschen würde ich mir die Verfügbarkeit von Waren ausschließlich in biologischer Qualität.

 

Lichtsmog

Außenbeleuchtung von Häusern ärgert mich maßlos. Ich meine die Beleuchtung der Wand oder Untersicht. Meist fällt es mir auf – haben die Bewohner dann die Rollläden an den Fenstern geschlossen. Für wen oder weshalb gibt es diese Art der Beleuchtung. Ich hab´s noch nicht herausgefunden. Wahrscheinlich in Kooperation mit den Grundstücksnachbarn, damit das Nachbarhaus ins rechte Licht gerückt betrachtet werden kann. Nicht falsch verstehen, die zeitweise durch Bewegungsmelder gesteuerte Beleuchtung der Wege oder Hauseingänge finde ich sinnvoll und nützlich. Auch bei monumentalen Bauwerken der Öffentlichkeit kann ich die Art der Beleuchtung nachvollziehen. Bitte überdenkt in diesem Fall euer Beleuchtungskonzept und reduziert auf ein sinnvolles Maß. Lichtsmog zählt ebenfalls zur Umweltverschmutzung.

handwerklich gefertigte Produkte

Handwerkliche Produkte sind grundsätzlich Nachhaltig. Produziert in der näheren Umgebung ohne viel Transport. Umliegende Betriebe schaffen Arbeitsplätze, welche es Arbeitnehmern ermöglicht ohne viele Pendelkilometer zum Arbeitsplatz zu kommen. Wenig Zeitverbrauch fürs pendeln erhöht die Lebensqualität. Automatisch entsteht eine geringere Belastung der Natur in der gesamten Kette eines handwerklichen Produktes. Mein Konsumverhalten versuche ich mehr und mehr dahingehend auszurichten. Perfekt ist anders, jedoch führen auch die kleinen Dinge zum großen Ganzen.

 

Qualität beim Einkauf

Ich achte auf Qualitätsprodukte. Die können länger gebraucht werden. Sanierungen und Reparaturen sind angebracht und letztendlich verursachen qualitativ gute Produkte sehr viel weniger Müll. Und die Produkte sind ihren Preis jedenfalls hinsichtlich der Lebensdauer wert. Bettwäsche aus biologischen Naturfasern kostet das Vielfache einer modischen, gerade trendigen Farbe – darum habe ich nur 2 Garnituren in meinen Lieblingsfarben und das schon eine gefühlte ewige Zeit.

 

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Ein Nachhaltigkeits – Rap für den Alltag – täglich dem Ideal ein Stück näher!
  • KONSUMVERWEIGERUNG: NEIN zu Kartoffel aus Israel
  • REPARATUR: JA zu einer neuen Sohle auf die noch gut erhaltenen Lederschuhe
  • MEINUNGSÄNDERUNG: JA Holz darf verwittern und muss nicht aussehen wie Plastik und überzogen werden mit Plastik
  • MÜLLVERMEIDUNG: JA ich packe meine Jause in Edelstahlboxen und trinke Wasser aus der Edelstahlflasche
  • GESUNDE LEBENSMITTEL: JA ich kaufe Basisprodukte wie Joghurt – Dinkelhaferflocken – Honig und mixe mein Müsli
  • WIEDERVERWERTUNG: JA ich nutze Teebeutelverpackungen als Notizzettel und mit Hilfe eines Klammerl´s habe ich einen Abreißblock
  • UPCYCLING: JA meine Handtasche ist aus LKW – Plane
  • FREIZEITHYPE: JA zum Waldspaziergang anstatt den Touristenplattformen aus viel Stahl in unberührter Natur für das ultimative Abenteuer

 

Ich bin immer noch nicht fertig. Mir fallen noch so viele Dinge ein und das ist nur meine Sicht von einem Leben im Einklang mit der Natur. Vielen Dank für dein Interesse. Ich freue mich über deine Ideen für mehr Nachhaltigkeit im Alltag.

alles liebe angelique

 

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Blogbeiträge von mir für mehr Nachhaltigkeit beim BAUEN oder SANIEREN von HÄUSERN sowie eine Idee für den NATURGARTEN

Ein Entscheidungsgrund für die Sanierung eines Wohnhauses ist der FLÄCHENVERBRAUCH, weil GRUND und BODEN ein begrenztes Gut sind. Also ein Nachhaltigkeitsgedanke der mir wichtig erscheint. WEITERLESEN

Warum es wichtig ist mit ökologischen Baumaterialien zu bauen oder zu sanieren? WEITERLESEN

Kompost als Treibstoff für den Garten nutzen. Hier eine Anleitung für einen stabilen, dauerhaften Kompostbehälter aus Lärchenholz.

 

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Mehr Ideen und Gedanken über Nachhaltigkeit kannst du in weiteren Blogbeiträgen von Bloggerkollegen, die bei der Blogparade mitgemacht haben, nachlesen.

11 Comments

  • Martina

    Liebe Angelique!
    Ein wunderbarer Beitrag! Danke dafür.
    Du sprichst mir so aus der Seele.
    Nachhaltigkeit ist ein sehr gern verwendetes Wort dieser Zeit.
    Doch nicht jeder meint auch das Selbe oder das „Richtige“.
    Ich finde aber auch, dass es wichtig ist, dass man sich überhaupt darüber Gedanken macht.
    Über sich, die Umwelt und die Zukunft…
    Vielen Dank auch für den Einblick in deine Nachhaltigkeit.

    Lieben Gruß, Martina von http://www.stielreich.at & http://www.stielreich.at/blog

    • angelique

      Liebe Martina, bitte gerne. Mir erscheint es auch wichtig, immer mal wieder dieses Thema nehmen und eigene Gewohnheiten überdenken. alles liebe

  • Denise

    Ein toller Beitrag 🙂 Du bist da schon ein ganzes Stück weiter als ich. Seit Beginn des Jahres beschäftige ich mit Minimalimus und habe mich deutlich reduziert und kaufe sehr viel bewusster. Es gibt aber noch viel mehr Bereiche in denen ich noch weiter gehen möchte.
    Viele Grüße
    Denise

    • angelique

      Liebe Denise, danke. Ich denke es ist ein ständiger Prozess. Einmal wieder innehalten, andere Ideen anhören und neues ausprobieren. alles liebe

  • Rosie

    Hey,
    finde das sind sehr gute Ansätze!
    Und so viel realistischer! In den Runden wo ich bisher Diskussionen hatte oder vorträge kam man immer wieder nur auf die Unverpackt Läden und da muss ich einfach sagen, dass das nicht für mich möglich ist. Wir reden hier nicht von Preiskategorien Bio/ nicht Bio sondern teilweise das 3 oder 4 fache und das ist für einen Wocheneinkauf echt sau heftig…
    Deine liste gefällt mir besser und ich finde auch gut dass du den tourismus mit rein genommen hast, weil sich viele ein Bewusstsein auf die Flagge schreiben und sich gleichzeitig mit den tollsten interkulturellen Reisen schmücken…

    • angelique

      Hallo, danke – es geht für mich um die kleinen Dinge – die ich selber in der Hand habe und umsetzen kann ohne auf Lebensqualität zu verzichten. lg

  • Tamara

    Sehr gut – Nachhaltigkeit ist nicht erst seit heute ein großes Thema für unsere Gesellschaft & das Wohlbefinden des Einzelnen. Mir wurden erst vor ein paar Jahren die Augen wachgerüttelt, als ich solche MagenProbleme hatte, dass die Ärzte mich als Kuriosum abtstempelten. Seither fabriziere ich fast alles selbst: Nudeln, Brot, Soßen etc. und achte auf Produkte aus regionalem Anbau. Was soll ich sagen? Mein Magen hat es mir gedankt ^^

  • Lisa

    Liebe Angelique,

    vielen lieben Dank für deinen schönen Artikel und deine Gedanken! Freut mich, dass du diese mit uns geteilt hast und bei der Blogparade teilgenommen hast. Ein Schritt in die richtige Richtung, ein gemeinsamer Weg und das finde ich toll.

    Und um deinen eigenen Apfelsaft beneide ich dich fast ein bisschen 😉 toll, wenn man solche Möglichkeiten hat!

    Alles Liebe

    Lisa

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